Geschichte

Das erste Feuerwehrgerätehaus an der Oberlauterbacher StraßeBrände in größerem Ausmaß waren früher keine Seltenheit. Waren die Häuser doch meist aus Holz gebaut und mit Stroh oder Schindeln eingedeckt.
Zum Großteil vernichtet wurden die meisten Gebäude des Ortes allerdings im 30-jährigen Krieg, um 1632, als die Schweden vieles in Schutt und Asche legten.
Zwei große Feuersbrunsten haben das Dorf auch in den Jahren 1681 und 1685 heimgesucht. So ist es nachzulesen in "Thur-Bayrische Land-Beschreibung Gericht Pfaffenhofen" über "Ober- und Niederlauterbach aus dem Jahre 1718" von Michael Wening (1645-1718).
Zum Löschen verwendete man früher Lederkübel, die bei Bedarf an einem Weiher befüllt und durch eine Menschenkette zum Brandherd weitergereicht wurden." So steht es in der Chronik "125 Jahre FFW Wolnzach".
Noch heute findet man bei abgelegenen Gehöften meist einen eigenen Löschweiher, der extra für diesen Zweck angelegt wurde.
Die notwendigen Löscharbeiten erledigte lange Zeit die sogenannte Pflichtfeuerwehr. Es gab aber immer wieder Probleme, da die verpflichteten männlichen Einwohner zu wenig Erfahrung bei der Hilfeleistung hatten.
Im Jahre 1871 erging vom kgl. Bezirksamt Pfaffenhofen ein Schreiben an alle Orte, worin zur Bildung von freiwilligen Feuerwehren aufgerufen wurde.

Die Freiwillige Feuerwehr Niederlauterbach wurde daraufhin am 05. Januar 1874 gegründet.
Als Gründungsmitglieder sind lt. Protokollbuch nachzulesen:

  • Thoma Max, Lehrer
  • Schachtner Josef, Bürgermeister
  • Karrer August, Joslbauer
  • Meier Josef, Zimmerpolier
  • Meier Mathias, Zimmermann
  • Hartl Johann, Graomerbauer
  • Hartl Johann, Kotlebauer
  • Schätzl Dyonis, Gütler
  • Huber Josef, Bader
  • Zieglmeier Georg, Gastwirt
  • Schreistetter Anton, Schmiedemeister
  • Königer Josef, Gütler
  • Lang Mathias, Gastwirt

In den Folgejahren musste ein von der Gemeinde eingesetzter Nachtwächter u.a. auch auf Brände während der Nachtstunden achten. In einer Instruktion vom 24. Februar 1895 seitens der Gemeindeverwaltung an ihn ist zu lesen, dass er in Brandfällen sogleich die Beteiligten sowie den Bürgermeister zu verständigen habe.

Bis zum Jahre 1959 wurde die Feuerwehr im Schadensfalle von einem Signalisten alarmiert, der laut auf seinem Signalhorn blasend mit dem Fahrrad durch den Ort radelte.

 

Wichtige Vereinsdaten

Sonntag, den 29. Juli 1900
25-jähriges Stiftungsfest


 

Sonntag, den 24. Mai 1914
40-jähriges Gründungsfest

 

Sonntag, den 16. Mai 1926
50-jähriges Stiftungsfest

Der damalige H. H. Pfarrer Xaver Weigert forderte, wie im FFW-Protokollbuch notiert, in seinen Grußworten die anwesenden Kameraden auf: "Fest zusammenzustehen und die Wehr hochzuhalten, weil die Feuerwehr das erste Institut für die Nächstenliebe ist und dass die Kameraden zur Rettung des Hab und Gutes der Mitmenschen und zur Rettung aus Lebensgefahr ihr Leben jederzeit einsetzen müssen".

Für 50-jährigen Feuerwehrdienst wurden geehrt:
Vorstand Karrer Josef sowie der Gemeinde- und Vereinsdiener Ismann Stefan.

Für 25-jährigen Feuerwehrdienst wurden geehrt:
Wöhrl Andreas, Schreistetter Anton, Karrer Max, Ilmberger Johann, Forsthofer Josef und Hartl Anton.

 

Mittwoch, den 15. März 1939
Sattlermeister Pauly Martin wird die Führung der FFW übergeben. Stellvertreter wird Pappi Franz Xaver. Die Wehr konnte in seiner Schlagkraft erhalten bleiben.

 

Mittwoch, den 13. April 1949
Gründung eines Feuerwehrvereines.

 

Januar 1952
Kauf einer neuen Ziegler Feuerwehrspritze durch die Gemeinde Niederlauterbach für DM 3.700,-.

 

September 1959
Installation einer Feuerwehrsirene durch die ortsansässige Elektrofirma Konrad Ostermeier auf dem Dach des Schulhauses.

 

Sonntag, den 24. Juni 1990
Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses.

Der hl. Florian schmückt das Feuerwehrgerätehaus, gemalt von Alice Breitner als Geschenk.

 

Text: Peter Haberstroh
Quelle: Dorfchronik NLB, Vereinschronik und WA